Zimmerbezeichnungen sind branchenüblich, aber nicht genormt. “Superior” bedeutet nicht überall dasselbe; was gemeint ist, sagt die Zimmerbeschreibung. Die folgenden Erklärungen geben den häufigsten Gebrauch wieder — lesen Sie vor der Buchung trotzdem den Text.
- Der Zimmername kennzeichnet eine Stufe: Standard < Superior < Deluxe. Was diese Stufe konkret bringt, ist je Haus verschieden.
- Eine Junior Suite ist ein Raum, eine Suite hat getrennte Räume.
- Seitlicher Meerblick heißt: Sie müssen sich drehen oder hinauslehnen.
- Die Bettenart ist oft nicht garantiert — achten Sie auf “auf Anfrage”.
Zimmertypen
- Standard
- Das Basiszimmer des Hauses. Es ist der Anker für den Preisvergleich; alle anderen Typen bauen darauf auf.
- Superior
- Eine Stufe über Standard. Der Unterschied liegt meist in Fläche, Stockwerk, Renovierungsstand oder Aussicht. Welcher davon, sagt die Beschreibung.
- Deluxe
- Über Superior. Meist größer, besser gelegen und besser ausgestattet.
- Junior Suite
- Großes Zimmer mit Sitzbereich. Entscheidend: der Sitzbereich ist nicht durch eine Wand vom Schlafbereich getrennt.
- Suite
- Schlafzimmer und Wohnzimmer sind getrennte Räume, mit Tür oder wenigstens einer echten Abtrennung.
- Familienzimmer
- Für vier oder mehr Personen eingerichtet. Kann Zustellbett, Etagenbett oder einen zweiten Schlafbereich enthalten.
- Verbindungszimmer (connecting)
- Zwei getrennte Zimmer mit Innentür dazwischen. Genau diese Anordnung suchen Familien mit Kindern.
- Nebeneinanderliegende Zimmer (adjoining)
- Zwei Zimmer nebeneinander, aber ohne Innentür. Man geht über den Flur. Wird oft mit Verbindungszimmern verwechselt.
- Maisonette
- Zimmer über zwei Ebenen, unten meist Wohnbereich, oben das Bett. Es gibt eine Treppe — mit Kleinkindern oder eingeschränkter Mobilität bedenkenswert.
- Bungalow / Villa
- Baukörper getrennt vom Haupthaus. Eine Villa hat oft eigenen Garten oder Pool; ein Bungalow ist kleiner.
- Swim-up-Zimmer
- Zimmer, dessen Terrasse direkt in einen Pool führt. Dieser Pool ist gemeinschaftlich — es bedeutet nicht “Privatpool”.
Bettenaufteilung
- Doppelbett
- Ein großes Bett für zwei.
- Twin
- Zwei getrennte Einzelbetten.
- Twin/Doppel
- Das Zimmer lässt sich in beiden Varianten herrichten. Schreiben Sie Ihren Wunsch in die Buchungsnotiz; er gilt auf Anfrage, nicht garantiert.
- King / Queen
- Breitere Maße eines Doppelbetts. Die tatsächlichen Maße unterscheiden sich je Haus.
- Zustellbett
- Ein nachträglich ins Zimmer gestelltes Bett. Meist kostenpflichtig und es verkleinert die nutzbare Fläche.
- Schlafsofa
- Ausziehbares Sofa. Zählt zur Belegung, ist im Alltagskomfort aber kein festes Bett.
Bezeichnungen für die Aussicht
- Meerblick
- Das Meer ist vom Zimmer oder Balkon aus direkt zu sehen.
- Seitlicher Meerblick
- Das Meer ist sichtbar, aber nicht frontal: Sie müssen ans Balkonende gehen oder zur Seite schauen.
- Teilweiser Meerblick
- Das Meer zeigt sich zwischen etwas hindurch — Bäume, ein Gebäude, ein Dach. Sehen Sie sich die Fotos an.
- Land- / Garten- / Poolblick
- Zimmer ohne Meerseite. Poolblick ist meist am lautesten, Gartenblick am ruhigsten.
- Stadtblick
- In Stadthotels üblich. Eine höhere Etage dämpft den Lärm.
Balkon oder Terrasse
Ein Balkon ragt aus einem Obergeschoss heraus. Eine Terrasse liegt meist ebenerdig und ist größer. Ein französischer Balkon ist gar keine begehbare Fläche: eine raumhohe Tür mit Geländer davor. Wenn Sie Tisch und Stuhl hinausstellen wollen, ist der Unterschied wesentlich.
Drei häufig verwechselte Paare
| Begriff | Verwechselt mit | Der Unterschied |
|---|---|---|
| Junior Suite | Suite | In der Junior ist der Sitzbereich kein eigener Raum. |
| Verbindungszimmer | Nebeneinanderliegend | Verbindungszimmer haben eine Innentür, nebeneinanderliegende nicht. |
| Meerblick | Seitlicher Meerblick | Seitlich muss man sich zum Meer hin drehen. |
Häufige Fragen
Ist ein Superior-Zimmer in jedem Hotel dasselbe?
Nein. “Superior” heißt nur eine Stufe über Standard; ob der Unterschied Größe, Etage oder Aussicht ist, hängt vom Haus ab. Verlassen Sie sich nicht auf die Stufe, ohne die Beschreibung zu lesen.
Ich wollte Einzelbetten und bekomme ein Doppelbett — was nun?
In den meisten Häusern gilt die Bettenaufteilung “auf Anfrage”, also ohne Garantie. Sind getrennte Betten unverzichtbar, lassen Sie das gesondert bestätigen oder wählen Sie einen Zimmertyp, der ausdrücklich als Twin verkauft wird.
Familienzimmer oder Verbindungszimmer?
Wollen Sie mit einem kleinen Kind im selben Raum sein, reicht ein Familienzimmer. Brauchen größere Kinder eine eigene Tür und ein eigenes Bad, sind zwei Verbindungszimmer bequemer.
Wie viel Meer sieht ein “teilweiser Meerblick”?
Dafür gibt es kein objektives Maß; es unterscheidet sich von Haus zu Haus. Am verlässlichsten sind die Fotos dieses Zimmertyps und Bilder in aktuellen Bewertungen.
Gehört der Pool beim Swim-up-Zimmer mir?
Nein. Swim-up bedeutet einen gemeinschaftlichen Pool, in den man von der Terrasse steigt. Für einen eigenen Pool suchen Sie in der Beschreibung nach “Privatpool”.
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